Die Geschichte:

Viele Menschen freuen sich, dass Sie über die Geschichte des Campingplatzes lesen können. Hier erfahren Sie alles, was seit der Eröffnung passiert ist.
Viel Freude am Lesen.
Camping & Recreatiecentrum
'de Italiaanse Meren'
Buitinkweg 7
7107 BE Winterswijk-Kotten


Tel. +31 (0)543-563 271
Fax +31 (0)543-563 735

E-mail: info@italiaansemeren.nl

So fing alles an...
Im Jahre 1896 haben die Herren Röttger, Wellman und Pass eine Ziegelbrennerei mit einem Sägewerk und Holzhandel unter dem Namen H. Wellman & Cie errichtet. Und das Beste daran war, dass es sich in der Nähe der Grenze befand!
Die Gründer waren Deutsche, Röttger kam aus Südlohn, Wellman und Edmund Pass kamen aus Oeding. Edmund Pass war dort Bürgermeister und Bankier. Seine Nachkommen gingen später Bankrott.
Die Fabrik stand also in der Nähe der Grenze. Den Lehm, den sie für den Bau der Ziegel benötigten, holten sie aus den Niederlanden. Die Kottenseer Bauern holten jahrelang Lehm aus dem "Lehmfeld", wenn sie ihn benötigten;  aber Wellman & Cie begannen natürlich tüchtig zu graben. Mit  Karren, die von Pferden gezogen wurden, wurde der Lehm in die Fabrik gebracht. Die Stallungen für die Pferde befanden sich auch auf  holländischem Boden.
 
War der Hafer in den Niederlanden billiger? In jedem Fall machte man dies nicht ohne Grund! Die Arbeitskräfte kamen auch hauptsächlich aus Kotten.
Sie wurden in deutscher Währung bezahlt, da auch in Kotten hauptsächlich die deutsche Währung im Umlauf war. Auf alten Programmübersichten der festlichen Abendaktivitäten war der Eintritt immer aus einem Betrag zusammengestellt, der durch sechs teilbar war.
Die Mark kostete 60 Cent, der Eintritt betrug dann auch 18, 24 oder 30 Cent. Der Fahrradabstellplatz kostete 6 Cent. Man konnte wie gewöhnlich mit Groschen bezahlen. Die Ziegel wurden auch nach Holland verkauft. Man findet diese Ziegel auch heute noch auf alten Schuppen und Nebengebäuden.  Lange gab es den Betrieb allerdings nicht. Im Jahre 1917 gingen sie bankrott.
 
Anstelle der Schornsteine entstanden Häuser. Nur die Lehmgruben, die sich mit Wasser gefüllt haben, sind übrig geblieben und die Natur kehrte zurück.
 
 
Bernard Roerdinkholder arbeitete unmittelbar an der Grenze bei Seibelt als Knecht. Er verdiente 175 Gulden pro Jahr. Dies war in dieser Zeit ein völlig normaler Lohn für einen Knecht. Außerdem wurde man bei den Bauern wie ein Familienmitglied behandelt. Und Bernard ganz besonders, denn Schmuggeln gehörte zu seinen täglichen Aufgaben. Bernard schmuggelte aber nicht nur für seinen Chef, er tat es auch für sich selbst. Er verdiente sogar 1000 Gulden pro Jahr dazu. Er arbeitete mit den deutschen Zollbeamten zusammen, die ihm beim Schmuggeln halfen. Sie weckten ihn sogar nachts mit der Meldung "Baernt, die Luft ist rein..."
 
Sie waren nämlich alle korrupt. Aber die damalige Situation in Deutschland war besonders schlecht und der Holländische Reichstaler war manchmal in Deutschland mehr wert wie eine Million Mark. Aus diesem Grund war es logisch, dass Bernard neben der Grenze wohnte, wenn er selbst eine Familie gründen wollte. Damals hat man ihm Slatman zum Kauf angeboten. Ein Angebot bei dem Bernard sofort zugriff. Es war ein einfacher Bauernhof, mit schlechtem Boden und voll mit Lehmgruben von denen die Bauern sagten: „Die wird man nie dicht kriegen“.
Aber was interessierten Bernard die Lehmgruben und der Bauernhof. Es ging ihm ja um das Grundstück direkt an der Grenze für seinen lukrativen Grenzhandel. Bernard verdiente gut. Die Deutschen kamen mit ihren Truppen über die Grenze um bei ihm Kaffee, Tabak und andere Sachen zu holen. Als „die Luft nicht rein war“ schliefen sie bei ihm auf seinem Hof in der Scheune.  Manche Schmuggler nutzen die Bude als Unterkunft bis sich die Möglichkeit ergab, mit der Schmuggelware über die Grenze zu kommen.
In der Zwischenzeit gab es die Lehmgruben noch immer. Eines Tages kamen die Vorstandsmitglieder der Fischervereinigung "Het Voorntje". "Du Baernt, können wir vielleicht in die Lehmgruben Fische reingeben und sie dann später rausfischen?" Bernard fand die Idee richtig gut, "Fischt nur!"
Eine Zeit später kamen sie mit der nächsten Frage: "Du Baernt! Sonntag in der Früh wollen wir ein Wettfischen organisieren, kann Bertha uns vielleicht einen Kaffee machen?“
Gut! Bertha macht Kaffee! Wenn sie Rosinenbrot dazu haben wollten, haben sie es auch bekommen. 
 Es gab auch Bier. Oder etwas Stärkeres aus der Flasche? Alles war bei Bernard möglich! Später gab es ein großes Fischfest. Auch noch Süßigkeiten für die Kinder und später auch Eis! Kurzum, in kürzester Zeit hat man ein kleines Kaffeehaus gebraucht und es ist auch entstanden! Im Jahre 1934 eröffnete Bernard ein Kaffeehaus aus Holz, welches den Namen „De Italiaanse Meeren“ bekam. 
 
Wie kam er nun zu diesem Namen? Die Antwort ist ganz einfach! Einer der Biologen, der bei ihm vorbeikam erzählte ihm, dass ihn der grüne Glanz auf dem Wasser stark an die italienischen Seen erinnerte. Ein schöner Name für ein Kaffeehaus! Bernard konnte doch nicht ahnen, dass einst der Name seines Kaffeehauses Probleme bringen sollte, die man in der „Kampioen“ (Sieger) der ANWB besprechen würde?
Sein Kaffeehaus war allein für seine Fischer und für manche Bauern gedacht, die ein Bier trinken wollten. Und auch manchmal für den Mann, der mit seiner Familie mit dem Fahrrad vom Dorf aus nach Kotten kam, um mit seinen Kindern ein Eis für 5 Cent zu essen.
 
Mit seinem Campingplatz ist es genau so gelaufen. Einmal fragte ihn jemand, ob er sein Zelt aufschlagen konnte, später noch paar Personen und so kamen mehr und mehr dazu. Während des Krieges fragten Leute, ob sie nicht in der Tenne schlafen konnten, da das Zelten im Freien von den Deutschen verboten wurde. Oder ob sie nicht ein paar Wochen mit der Familie in "der Bude" wohnen konnten, da es keine Schmuggler mehr gab? Bei Bernard und seiner Bertha konnte man alles.
 
Jetzt gibt es gemäß den Anforderungen der Zeit einen großen Campingplatz mit einem großen Restaurant.  Jetzt kommen wieder viele deutsche Gäste mit ihren Caravans hierher. Wer weiß, vielleicht sind es sogar Nachkommen der früheren Schmuggler. Es hat sich im Vergleich zu früher schon stark verändert.  Den Herren vom VVV gefiel der  Name nicht - ein Name, der an große Seen oder ähnliches erinnert. Sie waren der Meinung, dass dieser verändert werden soll. Aber Bernard dachte an die ersten Fischer rund um 1930 und auch an den Vater, der Eis für seine Kinder  geholt hat und so wollte er den Namen nicht mehr verändern.
© Ontwerp en realisatie: Reclamebureau Kamp Winterswijk
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